Gut hoeren bedeutet Lebensqualitaet

Das Gehör: Vielseitig und wertvoll

Das Gehör verwandelt Schallwellen in Sinneseindrücke.

Bild mit glücklich guckendem Mann

Die Welt ist voller Klang. Die Ohrmuschel fängt die Klänge als Schallwellen auf und leitet sie durch den Gehörgang zum Trommelfell. Dieses beginnt zu schwingen und bewegt die drei Gehörknöchelchen, die Hammer, Amboss und Steigbügel heißen. Hier im Innenohr werden die Luftschwingungen in mechanische Bewegungen umgewandelt und zur Hörschnecke weitergeleitet. In diesem sehr kleinen und komplexen Organ wird nun Flüssigkeit in Schwingung versetzt, die je nach Wellenlänge bestimmte Haarsinneszellen bewegt. Diese senden daraufhin feine elektrische Impulse über Nervenbahnen direkt ins Gehirn.

In den entsprechenden Bereichen des Gehirns werden die Impulse entschlüsselt und interpretiert. Das Gehörte wird verstanden und zugeordnet als Sprache, Telefonklingeln, Wind, Vogelgezwitscher oder Musik und löst nicht nur Verständnis und Reaktionen, sondern auch Emotionen aus.

Hören ist Veränderung

Ein Organ, das pausenlos im Einsatz ist, kann früher oder später seine Leistungsfähigkeit verlieren.

Es sind Zeitspannen von Jahren oder Jahrzehnten, in denen das Hörvermögen langsam nachlässt. Die Anfänge werden häufig nicht bemerkt, denn die gewohnten Höreindrücke bleiben scheinbar unverändert. Aber das Sprachverstehen nimmt langsam ab, zunächst nur in geräuschvollen Situationen.

Diese Veränderungen des Hörvermögens betreffen anfangs nur die hohen Frequenzen. Zum Beispiel Windrauschen oder Vogelgezwitscher werden dann langsam immer leiser und verschwinden schließlich aus der gewohnten Geräuschkulisse. Beim Sprachverstehen geht währenddessen die Fähigkeit verloren, hohe stimmlose Konsonanten zu unterscheiden. Erste Missverständnisse bei ähnlich klingenden Worten sind unvermeidlich.

Beginn und Verlauf dieser Verschleißerscheinungen werden zusätzlich durch Umweltund Freizeitlärm beeinflusst. Ist das Ohr über längere Zeiträume hohen Lärmpegeln ausgesetzt, können Hörverluste früher einsetzen und sich schneller ausbreiten. Meistens werden diese Veränderungen des Hörvermögens als leichte bis mittlere Schwerhörigkeiten ab dem 50. Lebensjahr festgestellt.

Auf die ersten Anzeichen hören

Beginnende Hörverluste machen sich im Alltag vielfach bemerkbar und sollten unbedingt beachtet werden.

Älterer Herr mit grauem Haar und Fernbedienung in der Hand.

Türklingel nicht gehört, die Lautstärke des Fernsehers stört zunehmend die Nachbarn, die Mitmenschen sprechen undeutlich und die Vögel zwitschern auch nicht mehr wie früher – das können erste Anzeichen für ein nachlassendes Hörvermögen sein, obwohl der gesamte Höreindruck nach wie vor normal empfunden wird.

Der menschliche Organismus ist sehr anpassungsfähig und kann kleine Veränderungen und Mängel kompensieren. Beim Hören führt das mittelfristig zum Verlust der Fähigkeit, die Schallsignale im Gehirn zu erkennen und zu verarbeiten. Ist es erst soweit gekommen, wird der Ausgleich von Hörminderungen, die mit modernen Hörsystemen effektiv ausgeglichen werden können, immer schwieriger.

Hörexperten aus Medizin und Audiologie empfehlen daher die rechtzeitige Nutzung von Hörsystemen, um es gar nicht erst zu Kommunikationsproblemen und Einschränkungen im Alltag und bei der Lebensqualität kommen zu lassen.

Die Lösung ist ganz einfach

Die beste Vorsorge für den Erhalt des Hörvermögens sind rechtzeitige und regelmäßige Hörtests.

Hören ist so individuell wie der eigene Fingerabdruck. Deshalb kann das Hörvermögen nur beim persönlichen Hörtest überprüft werden. Ab einem bestimmten Grad des Hörverlusts empfiehlt sich die Versorgung mit Hörsystemen.

Der heutige Stand der TechnologieEntwicklung ermöglicht effektive Hörlösungen, die in höchstem Maße den jeweiligen Bedürfnissen entsprechen und so die individuellen Lebensgewohnheiten sowie die persönliche Souveränität und Sicherheit erhalten.

Die Hörsysteme von heute gleichen individuelle Defizite zuverlässig aus. Im Zusammenklang mit dem Resthörvermögen und auf beiden Ohren unauffällig getragen, bieten Hörsysteme einen natürlichen Raumklang bei bestmöglichem Sprachverständnis.

Die Grafik zeigt anschaulich das Zusammenspiel von Tonhöhe und Lautstärke. Verschiedene Geräusche sind hier im Verhältnis zum Sprachbereich eingezeichnet. Beim Hörtest wird das Hörvermögen in den verschiedenen Frequenzbereichen überprüft. Die Ergebnisse ergeben eine Kurve, das sogenannte Audiogramm. Dieses veranschaulicht das individuelle Hörvermögen und bietet gegebenenfalls die Grundlage für die Auswahl und Einstellung von Hörsystemen.

(Bilder + Grafik: Audioservice GmbH)