Gut hoeren bedeutet Lebensqualitaet

Schwerhörigkeit bei Kindern

Man kann und muss Schwerhörigkeit bei Kindern umgehend behandeln. Nur so kann es sich normal entwickeln. Die Eltern spielen dabei eine wichtige Rolle.

In den ersten zwei Jahren der Entwicklung "lernt" das kindliche Gehirn das Hören. Hierzu muss das Ohr Reize empfangen, erkennen und über die entsprechenden Nervenbahnen zum Gehirn weiterleiten. Bei einer unbehandelten Schwerhörigkeit kann dieser Lernprozess nicht stattfinden, denn durch die Funktionsstörung des Ohres können die äußeren Reize die Nervenbahnen gar nicht oder nur sehr abgeschwächt erreichen. Zudem wird ein Kind, das schlecht hört und unversorgt bleibt, als Folge schlecht sprechen lernen. Seine geistige Entwicklung und seine Kontakte zu anderen Kindern sind beeinträchtigt.

Durch eine möglichst frühe Behandlung können Sie einem schwerhörigen Kind manche Behinderung ersparen und eine verzögerte Entwicklungen kompensieren. Die Folgen einer Hörschädigung bei Kindern sind sehr vielschichtig. Entsprechend umfassend ist die Therapie eines hörgeschädigten Kindes und zielt längst nicht nur auf die Verbesserung des Hörvermögens ab.

Eine reine Schalleitungsschwerhörigkeit, also eine Störung des äußeren oder Mittelohres, kann man häufig mit Medikamenten oder durch kleine operative Eingriffe beheben.

Wenn das Innenohr an dem Hörfehler beteiligt ist, können Hörgeräte die Methode der Wahl sein. In einigen Fällen von Taubheit kann man die Funktion des Innenohres durch Einpflanzen eines elektronischen Gerätes, des sogenannten Cochlear-Implantates, wieder herstellen. Vorraussetzung hierfür ist allerdings ein intakter Hörnerv. Da dieser von Geburt an äußere Reize für seine normale Entwicklung benötigt, ist hier der frühe Zeitpunkt einer Therapie entscheidend für den Erfolg.

Genauso wichtig wie medizinische Behandlung und Hörgeräte ist eine umfassende begleitende Unterstützung der geistigen und sozialen Entwicklung des Kindes. Dazu gehört zum Beispiel eine frühe Förderung seiner Sprach- und Hörentwicklung sowie eine anschließende Unterstützung durch Logopädie. Bei der Wahl des Kindergartens oder der Schule muss man individuell abwägen, ob eine Einrichtung für Schwerhörige in Frage kommt oder eine normale Schule die bessere Alternative ist. Durch eine intensive pädagogische und audiologische Betreuung während seiner gesamten Entwicklung kann man einem schwerhörigen Kind ermöglichen, ein normales Leben zu führen.

(Quelle: lifeline.de)

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